Hund schnuppert an verstreuter Halloween-Schokolade auf dem Boden, Gefahr für den Hund

Halloween: 6 Gefahren für Ihre Katze oder Ihren Hund und wie Sie sie vermeiden

Für uns ist Halloween ein Abend zum Feiern. Für eine Katze oder einen Hund bedeutet er: ein Zuhause, das nach Zucker riecht, eine Türklingel, die nicht stillsteht, verkleidete Fremde vor der Tür und Süßigkeiten in Reichweite der Schnauze. Hier sind die sechs Gefahren, die Sie kennen sollten, und wie Sie mit Ihrem Tier einen ruhigen Abend verbringen.

1. Schokolade

Schokolade enthält Theobromin, einen Stoff, den Hunde und Katzen nur sehr schlecht abbauen. Am häufigsten betroffen sind Hunde, ganz einfach, weil sie alles fressen, was herumliegt. Je dunkler die Schokolade, desto gefährlicher ist sie: Backschokolade und Zartbitterschokolade sind am schlimmsten.

Die Anzeichen zeigen sich oft erst einige Stunden später: Erbrechen, Unruhe, Durst, Herzrasen, Zittern. Hat Ihr Tier Schokolade gefressen, rufen Sie Ihre Tierarztpraxis an und nennen Sie die Art der Schokolade, die geschätzte Menge und das Gewicht Ihres Tieres: So lässt sich das Risiko einschätzen.

2. „Zuckerfreie“ Süßigkeiten

Viele zuckerfreie Kaugummis und Bonbons enthalten Xylit (Xylitol). Beim Hund lässt es den Blutzucker schlagartig absinken und kann die Leber schädigen, schon in kleinen Mengen. Schwäche, ein unsicherer Gang oder Krampfanfälle sind Notfallzeichen: Gehen Sie sofort in die Tierarztpraxis.

3. Rosinen und Verpackungen

Weintrauben und Rosinen, die in manchen Riegeln und Leckereien stecken, schädigen die Nieren des Hundes, und die gefährliche Menge ist von Hund zu Hund nicht vorhersehbar. Verpackungen und Lutscherstiele wiederum können den Darm verstopfen.

Die Faustregel: Die Süßigkeitenbeute der Kinder kommt sofort nach oben oder in einen geschlossenen Schrank, nie in eine Tüte auf dem Boden.

4. Kerzen und Dekoration

  • Kerzen in Kürbissen: ein Schwanz, der zu nah vorbeistreift, angesengte Schnurrhaare, ein umgestoßener Kürbis. LED-Kerzen sorgen für dieselbe Stimmung, ganz ohne Risiko.
  • Künstliche Spinnweben und Girlanden: Katzen spielen leidenschaftlich gern damit, und ein verschluckter Faden kann schwere Verletzungen im Darm verursachen. Bewahren Sie sie außer Reichweite auf.
  • Knicklichter: Ihre Flüssigkeit schmeckt sehr bitter. Eine Katze, die auf einem herumkaut, speichelt oft auffällig stark, aber das ist selten ernst. Bieten Sie ihr etwas Wasser oder Futter an, um den Geschmack zu vertreiben, und rufen Sie die Tierarztpraxis an, wenn die Anzeichen anhalten.

5. Die Türklingel und die offene Tür

Alle fünf Minuten klingelt es, fremde Stimmen, Masken: Viele Tiere erleben diesen Abend als sehr belastend. Und jedes Öffnen der Tür ist für ein verängstigtes Tier eine Gelegenheit zum Weglaufen.

Die einfachste Lösung: Bringen Sie Ihr Tier noch vor Einbruch der Dunkelheit in einen ruhigen Raum, Tür zu, mit Wasser, seinem Körbchen und, bei einer Katze, ihrem Katzenklo. Leise Hintergrundgeräusche dämpfen das Klingeln. Und prüfen Sie für alle Fälle, ob sein Mikrochip mit Ihrer aktuellen Adresse registriert ist.

6. Kostüme

Ein Kostüm ist nur vertretbar, wenn Ihr Tier es ohne Stress akzeptiert, und niemals ohne Aufsicht. Es darf weder die Sicht noch die Atmung noch die Bewegungsfreiheit einschränken. Angelegte Ohren, eingezogener Schwanz, Lecken über die Lefzen, der Wunsch, sich zu verstecken: Das sind Zeichen, dass Sie es ihm wieder ausziehen sollten.

Und wenn Sie an diesem Abend ausgehen?

Räumen Sie die Süßigkeiten weg, löschen Sie die Kerzen und lassen Sie Ihr Tier in seinem ruhigen Raum. Ein Hund, der schlecht allein bleiben kann, erlebt diesen Abend als noch schwieriger: Unsere 7 Tipps gegen Trennungsangst helfen auch an diesem Abend.

Mit einer Kamera können Sie prüfen, ob Ihr Tier während Ihrer Abwesenheit ruhig ist, und mit ihm sprechen, wenn die Klingel es beunruhigt. Es gibt sie für Hunde ebenso wie für Katzen.

Wenn Ihr Tier etwas gefressen hat

  • Notieren Sie, was es gefressen hat, wie viel und um wie viel Uhr. Bewahren Sie die Verpackung auf.
  • Bringen Sie es nicht selbst zum Erbrechen.
  • Rufen Sie sofort Ihre Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst in Ihrer Nähe an.

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Rufen Sie im Zweifel Ihre Tierarztpraxis an.

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