Beschriftetes Schema der PawCam Feeder: HD-Kamera, Laser, Behälter für 12 Leckerlis, motorisierte Räder

Kamera oder Futterautomat: Womit sollten Sie anfangen?

Nach diesen beiden Geräten sucht man, sobald man ein schlechtes Gewissen bekommt, weil das Tier allein zu Hause bleibt. Sie kosten ungefähr gleich viel, beide werden über das Smartphone gesteuert, und doch lösen sie ganz und gar nicht dasselbe Problem. Wer das falsche der beiden kauft, ist nach drei Wochen garantiert enttäuscht.

Die richtige Frage ist nicht „Welches ist das bessere?“

Beide Geräte sind in ihrem Bereich gut. Die eigentliche Frage lautet: Was läuft bei Ihnen zu Hause gerade nicht rund? Ein Futterautomat löst ein Problem mit dem Fütterungsrhythmus. Eine mobile Kamera löst ein Problem mit Langeweile oder Sorge. Keines der beiden übernimmt die Aufgabe des anderen, und genau hier liegen die meisten Käufer falsch.

Anzeichen dafür, dass Ihr Problem die Fütterung ist

Nehmen Sie den Futterautomaten, wenn Sie sich in einem dieser Fälle wiedererkennen.

  • Ihr Tier bettelt, sobald Sie aufwachen, oder weckt Sie schon vorher.
  • Es schlingt seinen Napf in zwei Minuten leer und würgt das Futter dann wieder hoch.
  • Sie kommen zu unterschiedlichen Zeiten nach Hause, also frisst es zu unterschiedlichen Zeiten.
  • Es nimmt zu, und Sie wissen nicht genau, wie viel es frisst.
  • Sie haben mehrere Tiere, und eines frisst den Napf des anderen leer.

In all diesen Fällen ist nicht das Alleinsein das Problem, sondern die Unregelmäßigkeit. Ein Gerät, das abgemessene Portionen zu festen Zeiten ausgibt, löst in drei Wochen, was keine Kamera je lösen wird. Ausführlich behandeln wir das Thema in unserem Ratgeber zur Zahl der Mahlzeiten pro Tag und in dem zu Haushalten mit mehreren Katzen.

Anzeichen dafür, dass Ihr Problem Langeweile ist

Nehmen Sie die mobile Kamera, wenn eher das hier zutrifft.

  • Es macht während Ihrer Abwesenheit etwas kaputt, immer in der Nähe der Tür.
  • Es miaut oder bellt, wenn Sie gehen, und die Nachbarn haben Sie schon darauf angesprochen.
  • Es leckt sich, bis Bauch oder Pfoten kahl werden.
  • Es springt Sie an, wenn Sie heimkommen, und knabbert dann an Ihnen.
  • Sie wissen schlicht nicht, was es den ganzen Tag über macht, und das lässt Ihnen keine Ruhe.

Hier bringt ein gefüllter Napf nichts. Was Ihrem Tier fehlt, sind Interaktion und Auslastung. Welche Maßnahmen wirklich helfen, beschreiben wir in So beschäftigen Sie eine gelangweilte Katze und für Hunde im Artikel über Trennungsangst.

Der Test in drei Fragen

Wenn Sie noch unschlüssig sind, beantworten Sie diese drei Fragen der Reihe nach.

Erstens. Wäre Ihr Problem gelöst, wenn jemand jeden Tag mittags den Napf füllen würde? Wenn ja, brauchen Sie einen Futterautomaten.

Zweitens. Wäre Ihr Problem gelöst, wenn Sie um 15 Uhr mit Ihrem Tier sprechen und es zehn Minuten lang rennen lassen könnten? Wenn ja, brauchen Sie eine mobile Kamera.

Drittens. Wenn Sie beide Fragen mit Ja beantwortet haben, beginnen Sie mit dem Gerät, das zum Symptom passt, das heute am deutlichsten sichtbar ist. Das zweite kommt später, und es ist nützlicher, wenn das erste bereits Wirkung zeigt.

Was keines der beiden kann

Hier ein klares Wort, denn das ist die häufigste Ursache für Enttäuschung.

Eine Kamera mit Leckerli-Ausgabe ersetzt keine Fütterung. Zwölf Leckerlis sind Belohnungen, keine Mahlzeit. Wenn Sie damit das Mittagessen abdecken wollen, werden Sie enttäuscht sein.

Ein Futterautomat beschäftigt Ihr Tier nicht. Er gibt eine Mahlzeit aus, das Tier frisst und langweilt sich danach weiter. Eine Katze, die acht Stunden allein ist und einen Napf hat, der sich von selbst füllt, bleibt eine Katze, die acht Stunden allein ist.

Und keines der beiden unterscheidet zwischen mehreren Tieren, mit Ausnahme von Modellen mit Mikrochip-Erkennung, die eine eigene Kategorie bilden.

Und wenn Sie beides möchten

Das ist die umfassendste Lösung, und sie ist sinnvoll: Das eine Gerät kümmert sich um den Bauch, das andere um den Kopf. Kaufen Sie aber nicht beide am selben Tag. Richten Sie das erste ein, warten Sie einen Monat und beobachten Sie, welches Problem noch übrig bleibt. Dann wissen Sie genau, was Sie vom zweiten erwarten, und können es besser auswählen.

Schwanken Sie eher zwischen einem einzigen Gerät, das beide Funktionen vereint, und zwei getrennten Geräten? Die Vor- und Nachteile haben wir im Artikel Futterautomat mit Kamera: Sollte man alles kombinieren? abgewogen.

Diese Kriterien sollten Sie prüfen, sobald die Kategorie feststeht

Beim Futterautomaten: welche Trockenfuttergröße das Gerät verarbeitet, wie viel der Vorratsbehälter fasst und ob es eine Notstromversorgung über Batterien gibt. Alles dazu lesen Sie in So wählen Sie den richtigen Futterautomaten und im Artikel zur Größe des Trockenfutters, der häufigsten Ursache für Störungen.

Bei der Kamera: fest installiert oder mobil, mit oder ohne Abo, automatische Nachtsicht, 2,4-GHz-WLAN. Ausführlich erklärt in So wählen Sie die richtige Katzenkamera. Die tatsächlichen Kosten über drei Jahre rechnen wir in diesem Artikel über Abos vor.

Bei PetOrigine

Wir entwickeln beides, und uns ist wichtig, dass der Unterschied klar bleibt. Die PawCam Feeder ist eine mobile Kamera mit Laser und Leckerlis: Sie beschäftigt und beruhigt, aber sie füttert nicht. Der PawBowl ist ein vernetzter Futterautomat mit Display: Er füttert, aber er spielt nicht.

Zwei Geräte, zwei Aufgaben. Das ist ehrlicher, als Ihnen ein Gerät zu verkaufen und zu behaupten, es könne alles.


Auch interessant

Zurück zum Blog